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PAVK

Periphere arterielle Verschlusskrankheiten (PAVK) werden durch Obstruktion der peripheren Arterien verursacht und führen zu einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Die klassischen Symptome einer PAVK sind Klaudikation oder Schmerzen beim Gehen, jedoch sind zwei Drittel aller Patienten asymptomatisch. Ausschlaggebend ist hier eine frühzeitige Diagnose und Behandlung mittels objektiven Untersuchungen so wie Knöchel-Arm-Index (ABI), Zehendruck, Pulsvolumenaufnahmen (PVR) und transkutaner Sauerstoff.

Kritische Ischämie

Kritische Ischämie (CLI) ist eine schwere Form von peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten (PAVK) mit häufigen Amputationen und Sterblichkeit zufolge. Die distale Durchblutung und die mikrozirkulatorischen Funktionen sind stark beeinflusst und führen zu Ruheschmerz, ischämischen Ulkus und Gangrän. CLI ist eine klinische Diagnose und sollte mittels objektiven Untersuchungen bestätigt werden. Hier können die selben diagnostischen Untersuchungen wie für PAVK vorgenommen werden. Da aber Arterienverkalkungen oftmals zu fälschlich erhöhten ABI-Werten (Knöchel-Arm-Index) führen, werden Zehendruck- und tcpO2-Messungen empfohlen.

Diabetischer Ulkus

Amputationen der unteren Extremitäten werden am häufigsten durch diabetischen Ulkus verursacht. Um eine Amputation zu vermeiden ist es wichtig, den Ulkus so früh wie möglich zu diagnostizieren und zu behandeln. Einer der wichtigsten Faktoren im Zusammenhang mit diabetischen Fußgeschwüren sind periphere arterielle Verschlusskrankheiten (PAVK). Eine Ischämie muss ausgeschlossen werden. Fälschlich erhöhte ABI-Werte (Knöchel-Arm-Index) von verkalkten Gefäßen sind unzuverlässlich und erschweren die Diagnose von peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten bei Diabetikern, auch dadurch, dass die Neuropatie ebenfalls konventionelle Parameter wie Schmerzen und die Temperatur am Fuß umfasst. Deshalb sind objektive Untersuchungen wie Zehendruck und transkutaner Sauerstoff (TCOM) notwendig.

Revaskularisierungen

Revaskularisierungen, einschließlich endovaskulären Techniken und Operationstechniken, können verwendet werden um Patienten mit peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten (PAVK). zu behandeln. Die Wahl der Methode ist von dem einzelnen Patienten und dem Grad und der Beständigkeit der Verbesserung abhängig. Für die Auswertung der Behandlung können periphere Drücke (ABI und Zehendruck) und mikrozirkulatorische Untersuchungen (transkutaner Sauerstoff und wärmekontrollierter Laser-Doppler) hilfreich sein.

Amputationshöhe

Amputationen sind teuer für das Gesundheitswesen und traumatisch für den betroffenen Patienten. Eine korrekte Amputationshöhe ist wichtig um sekundäre Amputationen zu verhindern und somit ein erhöhtes Risiko für den Patienten zu vermeiden. Zusammen mit klinischen Kriterien können objektive Messungen wie tcpO2, Laser-Doppler mit Wärmeprovokation und Hautperfusionsdruck (SPP) zu der Bestimmung der optimalen Amputationshöhe beitragen um eine ordnungsgemäße Heilung zu garantieren.

Hyperbare Sauerstofftherapie

Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) ist eine medizinische Behandlung, bei welcher der Patient in einer Überdruckkammer hundertprozentigen Sauerstoff einatmet um den Sauerstoffgehalt im Gewebe zu erhöhen. Eingesetzt wird diese Therapie bei teilweiser oder totaler Gewebehypoxie sowie akuter Ischämie, diabetischer Fußläsion, arteriellen Geschwüren u.s.w.

tcpO2 wird vorwiegend angewendet um Patienten für HBO-Behandlung zu qualifizieren und um die Gewebeoxygenation während der Behandlung in der Überdruckkammer zu überwachen.

Raynaud video – Thursday, January 12, 2016 at 21:00. Courtesy of Telepool. www.mdr.de/hauptsache-gesund/

Raynaud

Patienten mit Raynaud- oder Vibrationssyndromen weisen nach Unterkühlung verfärbte Finger und Zehen auf. Die Grund hierfür ist nicht bekannt, ist aber in manchen Fällen auf ein langjähriges Arbeiten mit Hand-Arm-Vibrationen zurückzuführen. Um diesen Zustand zu beurteilen, werden oftmals die Hände und Finger gekühlt.

Um die Veränderungen des Blutflusses in der Haut als Reaktion auf einen Kältereiz zu verfolgen, kann sowohl das PeriFlux System 5000 als auch ein Blutperfusions-Imager wie das PeriCam PSI System verwendet werden. Mit dem PeriFlux System 5000 werden Laser-Doppler-Sonden an den Fingern angebracht, welche dann in kaltes Wasser getaucht werden. Danach ist eine fortlaufende Überwachung der Veränderungen in der Blutperfusion möglich.

Das PeriFlux System 5000 ist innerhalb der EU und dem EWR nicht erhältlich.

Referenzen

  1. International Consensus on the Diabetic Foot and Practical Guidelines on the Management and Prevention of the Diabetic Foot, International Working Group on the Diabetic Foot, 2012
  2. European Society for Vascular Surgery, CLI Guideline Committee Guidelines for Critical Limb Ischaemia and Diabetic Foot, 2011
  3. Inter-Society Consensus for the Management of Peripheral Arterial Disease (TASCII). Eur J Vasc and Endovasc Surgery, Vol 33 suppl 1, 2007
  4. Transcutaneous Oximetry in Clincal Pratice: Consensus statements from an expert panel based on evidence. Fife, Smart, Sheffield, Hopf, Hawkins and Clarke. UHM 2009, Vol. 36, No. 1.
  5. Laser Doppler imaging of skin blood flow for assessing peripheral vascular impairment in hand-arm vibration syndrome. Terada K, Miyai N, Maejima Y, Sakaguchi S, Tomura T, Yoshimasu K, Morioka I, Miyashita K. Ind Health. 2007, 45, (2), 309-17

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Verbessert die Lebensqualität seit 1981

Perimed AB, gegründet im Jahre 1981, bietet Geräte, Software und Fachkenntnisse zur Beurteilung der Mikrozirkulation. Wir führen Laser-Doppler, Laser-Speckle (LASCA) und transkutanen Sauerstoff (tcpO2 or TCOM) für genaue Überwachung und Messungen der Durchblutung und Sauerstoffsättigung des Gewebes in Echtzeit. Unsere modularen Geräte PeriFlux System 5000 und PeriFlux 6000, unser neuestes Gerät, eignen sich ausgezeichnet für die Bestimmung von peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten (PAVK) und kritischer Ischämie (CLI) und für die Beurteilung des Wundheilungspotenzials bei Gefäßpatienten. Unser Blutperfusions-Imager PeriCam PSI System ermöglicht die Untersuchungen von Aufzweigungen, wie z.B. während kortikalen Streudepressionen.