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Introduktion

Periphere arterielle Verschlusskrankheiten (PAVK) sollten immer mit objektiven Gefäßuntersuchungen bestätigt werden. Meistens wird ein Knöchel-Arm-Index (ABI) vorgenommen, eine einfache Untersuchung, aber nicht immer zuverlässlich. Patienten mit Diabetes, Nierenerkrankungen oder kritischer Ischämie (CLI) haben aufgrund von Arterienverkalkungen oft fälschlich erhöhte ABI-Werte. Ebenfalls der mikrovaskuläre Status beeinträchtigt die Wundheilung, wird aber im ABI-Wert nicht widergespiegelt. Eine Kombination von verschiedenen Untersuchungen ergibt den besten Überblick über die Durchblutung in den Extremitäten.

Perimed bietet eine Reihe von Gerätelösungen für die hochwertige Diagnostik von PAVK und Wundheilung. Die verschiedene Techniken werden in der modularen Lösung kombiniert und ermöglichen somit verschiedene objektive Untersuchungen mit dem selben Gerät.

Zehendruck

Zehendruck eignet sich besonders für die Diagnostik von PAVK bei Patienten mit fälschlich erhöhten AB-Werten, da die Gefäße in den Extremitäten nicht so von Verkalkungen betroffen sind. Der Vorgang ist ähnlich wie ABI, erfordert aber kleinere Manschetten und Sonden und eine sensiblere Technik. Die Perimed-Geräte verwenden Laser-Doppler für die Erkennung und lokale Erwärmung für zuverlässliche Ergebnisse.5

Transkutaner Sauerstoff (tcpO2 / TCOM)

Mit transkutanem Sauerstoff (tcpO2/TCOM) wird der lokale O2-Gehalt gemessen, der von der Haut durch die Kapillare fließt und den metabolischen Status der unteren Extremitätem widerspiegelt. Besonders nützlich ist dies für die Vorhersage des Wundheilungspotenzials, der Bestimmung der Amputationshöhe und für die Qualifizierung für hyperbare Sauerstofftherapie. tcpO2 wird ebenfalls empfohlen um den Schweregrad der Ischämie zu messen, um die Prognose für Patienten mit kritischer Ischämie zu stratifizieren und um PAVK bei Patienten mit Arterienverkalkungen und Zehenverlust zu diagnostizieren.

In dem nebenstehendem Video diskutiert Dr. Fife die klinischen Anwendungen von tcpO2.

Pulsvolumenaufnahmen

Pulsvolumenaufnahmen (PVR) können beim Lokalisieren von okklusive Läsionen in den Extremitäten von bedeutender Hilfe sein und können oftmals mit segmentalen Drücken kombiniert werden. Basierend auf der Luftplethysmographie misst die Pulsvolumenaufnahme (PVR) Veränderungen im Druck und spiegelt so die arterielle Pulsatilität wider. Die Auswertung der Ergebnisse wird nicht durch Arterienverkalkungen beeinträchtigt, was bei ABI-Messungen der Fall ist.

Segmentale Drücke

Segmentale Drücke ähneln den Zehen- und Knöcheldrücken, aber es werden zusätzlich noch zwei oder drei Blutdruckmanschetten am Ober- und Unterschenkel samt an der oberen Wade angebracht. Segmentale Drücke können einen ersten Hinweis auf die anatomische Lage von arteriellen okklusiven Läsionen geben und werden oftmals mit Pulsvolumenaufnahmen (PVR) kombiniert, da die Drücke bei Patienten mit Arterienverkalkungen fälschlich erhöht sein können.

Hautperfusionsdruck

Der Hautperfusionsdruck (SPP) spiegelt den lokalen Druck der Mikrozirkulation wider und wird erfolgreich bei der Bestimmung der Amputationshöhe verwendet, besonders bei größeren Amputationen. Die Untersuchung ähnelt dem Knöcheldruck, aber um den Blutfluss zu erfassen, muss die Sonde unter der Druckmanschette angebracht werden.

Laser-Doppler mit Wärmeprovokation

Wärme in Kombination mit dem Laser-Doppler kann die Lebensfähigkeit des Gewebes sowie die Beeinträchtigung der Mikrozirkulation bestimmen. Eine erhöhte Durchblutung als eine Reaktion auf lokale Erwärmung ist ein Indikator für die Reservekapazität im Gewebe und endotheliale Funktion. Dies sind wichtige Parameter für die Wundheilungsprognose und Bestimmung der Amputationshöhe.

Referenzen

  1. International Consensus on the Diabetic Foot and Practical Guidelines on the Management and Prevention of the Diabetic Foot, International Working Group on the Diabetic Foot, 2012
  2. European Society for Vascular Surgery, CLI Guideline Committee Guidelines for Critical Limb Ischaemia and Diabetic Foot, 2011
  3. Inter-Society Consensus for the Management of Peripheral Arterial Disease (TASCII). Eur J Vasc and Endovasc Surgery, Vol 33 suppl 1, 2007
  4. Transcutaneous Oximetry in Clincal Pratice: Consensus statements from an expert panel based on evidence. Fife, Smart, Sheffield, Hopf, Hawkins and Clarke. UHM 2009, Vol. 36, No. 1.
  5. The Usefulness of a laser Doppler in the measurement of toe blood pressures. Graaf et al J Vascular Surg, 2000, 32, 1172-1179
  6. Wound Care Practice. Edited by P.J Sheffi eld et al, Best Publishing Company, 2004, p117-156
  7. Kellogg DL, Jr. In vivo mechanisms of cutaneous vasodilation and vasoconstriction in humans during thermoregulatory challenges. J Appl Physiol, 2006, 100, 1709-1718
  8. The correlation between three methods of skin perfusion pressure measurement: Radionuclide washout, laser Doppler flow, and photoplethysmography.Trivino et al. J Vasc Surg, 1992, 15, 823-30

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Verbessert die Lebensqualität seit 1981

Perimed AB, gegründet im Jahre 1981, bietet Geräte, Software und Fachkenntnisse zur Beurteilung der Mikrozirkulation. Wir führen Laser-Doppler, Laser-Speckle (LASCA) und transkutanen Sauerstoff (tcpO2 or TCOM) für genaue Überwachung und Messungen der Durchblutung und Sauerstoffsättigung des Gewebes in Echtzeit. Unsere modularen Geräte PeriFlux System 5000 und PeriFlux 6000, unser neuestes Gerät, eignen sich ausgezeichnet für die Bestimmung von peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten (PAVK) und kritischer Ischämie (CLI) und für die Beurteilung des Wundheilungspotenzials bei Gefäßpatienten. Unser Blutperfusions-Imager PeriCam PSI System ermöglicht die Untersuchungen von Aufzweigungen, wie z.B. während kortikalen Streudepressionen.